Die Interparlamentarische Arbeitsgemeinschaft (IPA)

Die Stiftung Naturschutzgeschichte übernahm von 2007 bis 2013 einen großen Aktenbestand der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft, kurz IPA. Rund 100 laufende Meter Briefe, Protokolle, Druckschriften und andere Unterlagen sind im Stiftungsarchiv gesichert und wurden in den vergangenen Jahren ausgewertet.

Mit unserer Präsentation zur IPA geben wir einen Einblick in dieses Archiv und zeigen beispielhaft einige Facetten der Arbeitsgemeinschaft auf, vornehmlich aus den ersten beiden Jahrzehnten ihres Bestehens. Die Präsentation versteht sich als „work in progress“, denn in den zahlreichen Akten gibt es noch viele weitere Aspekte der IPA-Arbeit zu entdecken.

Die IPA und ihre Leistungen sind im öffentlichen Bewusstsein kaum verankert. Doch auf ihre Initiative hin und dank ihrer Hartnäckigkeit entstanden Gesetze, von denen einige im Kern bis heute fortgelten und unsere unmittelbare Lebenswelt prägen. Sie sprach mitten in den Wirtschaftswunderzeiten der 1950er Jahre vom nachhaltigen Umgang mit Ressourcen als politischer Aufgabe und suchte nach tragfähigen Lösungen. Als Zusammenschluss von Abgeordneten aus allen Fraktionen des Bundestages und der Länderparlamente nahm die IPA 1953 ihre Arbeit auf. Der geringe Bekanntheitsgrad war dabei von ihren Mitgliedern durchaus gewollt. Sie wollten ausschließlich sach- und ergebnisorientiert arbeiten. Und das war nach ihrer Auffassung ohne eine allzu große öffentliche und mediale Aufmerksamkeit einfacher umzusetzen.

Die IPA beschränkte sich dabei nicht nur auf die Gestaltung der Umweltpolitik in den Parlamenten, sie kümmerte sich punktuell auch um lokale Projekte des Natur- und Umweltschutzes. So schaltete sie sich z. B. in eine Debatte ein, die in den 1950er Jahren hohe Wellen schlug und bei der es um den Schutz des Großen Knechtsands vor der Nordseeküste ging. Genauere Informationen zu dieser Geschichte finden Sie in unserer Ausstellung im Vogelschutzbereich.