Die IPA als Think Tank

Die Abgeordneten der IPA waren der Überzeugung, dass es bestimmte politische Themen gab, die zu existenziell waren, als dass man sie dem Streit der Parteien aussetzen dürfte. Uneinigkeit und Macht­spiele konnten aus ihrer Sicht das Finden von klugen Lösungen behindern und zugleich den Ruf der Politik beschädigen. Die IPA wollte einen abgeschirmten Raum bieten, in dem über die Tagesarbeit hinaus ein gemeinsames offenes und innovatives (Nach-)Denken und Vorausschauen möglich waren. Um eine Meinungsbildung fernab von Fraktionszwängen und Flügelkämpfen zu ermöglichen, agierte die IPA daher weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bewusst konsensorientiert. Zunächst durchaus auch mit Skepsis betrachtet, erarbeitete sich die IPA schnell Zustimmung und Wertschätzung.

Alle Mitglieder der IPA waren aktive oder ehemalige Abgeordnete des Bundes­tages, der deutschen Länderparlamente oder des Europa­par­laments. Sie nutzten die klassischen Werkzeuge der Abgeordneten. Sie stellten Anfragen und Anträge, entwickelten Gesetzesvorlagen, suchten nach Mehrheiten für ihre Anliegen und betrieben Lobbyarbeit, um die Debatten und Abstimmungen in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken.