Parlamentarier aller Länder vereinigt Euch

Als die IPA 1953 ihre Arbeit aufnahm, war die bundesrepublikanische Demokratie in ihrer ersten Legislaturperiode und gerade vier Jahre alt. Das Scheitern der Weimarer Republik und die nationalsozialistische Herrschaft schwebten als Warnung über dem jungen Staat. Ein wichtiges Anliegen der IPA war es, die Demokratie der Bundesrepublik zu stabilisieren. Auf keinen Fall sollten föderale Strukturen durch Streitigkeiten zwischen Länder- und Bundesebene in Misskredit gebracht werden. Die Öffentlichkeit sollte ein funktionierendes System erleben, bei dem die Parlamente auf Bundes-, Landes- und später EU-Ebene zielorientiert zusammenarbeiten. Die Abstimmung zwischen den unterschiedlichen Interessen, das Verhindern von Blockaden bei Gesetzesabstimmungen waren daher stetiges Ziel der IPA. Es galt über Netzwerke von anderen zu lernen und das Beste für das Gemeinwohl herauszufiltern. Dabei blickte die IPA auch über die nationalen Grenzen hinaus und setzte sich dafür ein, die Rolle der Parlamente weltweit zu stärken: Die erste Internationale Parlamentarierkonferenz zu Umweltfragen 1971 ging auf die Initiative der IPA zurück.