Konsens – geschlossen erfolgreich

Die IPA war bestrebt, fraktionelle und parlamentarische Kontroversen aus ihrer Arbeit herauszuhalten. Es sollte bei ihren Diskussionen um Inhalte, nicht um politische Macht oder Selbstdarstellung gehen. Das Zusammenspiel von Politik und Medien sahen die Mitglieder der IPA in diesem Zusammenhang sehr kritisch. Die IPA arbeitete daher eher im Hintergrund. Nur punktuell ging sie mit Pressekonferenzen oder Pressemitteilungen in die Öffentlichkeit. Mit ihrem Hang zum Konsens und ihrer Sorge, dass aggressiv und erbittert geführte politische Auseinandersetzungen dem Ansehen der Demokratie und des Parlaments schaden könnten, passte die IPA in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik durchaus in die damalige politische Kultur.

Der Ansatz der Konsensorientierung wirkte sich auch auf die Inhalte ihrer Arbeit aus. Sobald sich abzeichnete, dass ein Thema partei­politisch besetzt und zur partei­politischen Profilierung genutzt wurde, zog die IPA sich aus der Diskussion zurück. Diese Regel galt auch dann, wenn es sich inhaltlich um eines ihrer Kernthemen handelte und sie selbst die Auseinandersetzung damit vorangetrieben hatte, wie zum Beispiel die Atompolitik.