Wasser

Sauberes Trinkwasser in jedem Haushalt: Das war in den 1950er Jahren keine Selbstverständlichkeit. Nicht alle Siedlungen und Wohnungen verfügten über einen Anschluss an Wasserleitungen und Kläranlagen. Teilweise war die Qualität von Flusswasser so schlecht, dass es nicht einmal mehr für die Industrie zu gebrauchen war.

Um die Wasserqualität wirksam schützen zu können, sah die IPA ihre Aufgabe zunächst darin, der extremen Rechtszersplitterung auf Landes- und Bundesebene entgegenzuwirken. Denn in der frühen Bundesrepublik waren 119 verschiedene Gesetze und Verordnungen zum Wasserrecht gültig. Nach zähen Verhandlungen konnte die IPA 1957 schließlich mit dem Wasserhaushaltsgesetz ein Rahmengesetz durchsetzen, dem die Länder nun ihre Gesetze und Verordnungen anpassen mussten.

Großen Erfolg erzielte die IPA beim Kampf gegen schwer abbaubare synthetische Zusätze in Reinigungsmitteln. Obwohl die Mitglieder der IPA gegen Widerstände auch im Bundesparlament zu kämpfen hatten, konnten sie 1961 eine Mehrheit zur Verabschiedung des sogenannten Detergentiengesetzes gewinnen. Dieses Gesetz schrieb Mindest­anforderungen für die biologische Abbaubarkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln fest.