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Bäume
und Laub
Ning Fucheng (1892-1966)
Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier, 131, 8 cm x 66
cm
Signatur: Fucheng
Künstlersiegel: 1. Ning, 2. Zhimo, 3. Dalang
China, datiert 1964
Ankauf mit Mitteln des Fördererkreises des Museums für Ostasiatische
Kunst
Inv. Nr. A 2000, 9 |
Ning Fucheng wurde in Shenyang in der Provinz Liaoning
geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, in jungen Jahren
arbeitete er als Angestellter bei der Eisenbahn. Er genoß keine
Ausbildung in der Malerei, machte sich jedoch als Autodidakt mit
den alten Meistern vertraut. Besonders prägend war für ihn die
Fingermalerei seines ebenfalls aus Liaoning stammenden Landsmannes
Gao Qipei (1672-1734).
In der hier vorgestellten Hängerolle zeigt der Maler
seine unter dessen Einfluß entwickelte eigene Malweise. Die aufgespritzte
Tusche des Blattwerks und des Grases im Vordergrund sowie die
dreieckigen Blätter mit brüchigen Tuschelinien im Mittelgrund
erzeugen eine ungefilterte Spontaneität, die der Fingermalerei
Gao Qipeis nahekommt. Obwohl das Bildmotiv, eine bescheidene Hütte
mit Bäumen in spärlicher Komposition, ein typisches Thema des
Yuan-zeitlichen Malers Ni Zan (1303-1374) war, verleiht die kraftvolle,
ungekünstelte Strichführung des Ning Fucheng dem Bild einen lebendigen,
modernen Ausdruck. Am linken Bildrand fügte der Maler folgende
Aufschrift hinzu: "spielerisch gemalt von Fucheng im Monat der
Chrysanthemen (Oktober) im Jahr jiachen (1964)."
Während die meisten chinesischen Maler kurz vor
Beginn der Kulturrevolution verschiedenen Künstlervereinigungen
angehörten, schloß sich Ning Fucheng keinem Künstlerkreis an.
Sein Werk repräsentiert seinen von zeitgenössischen künstlerischen
Strömungen unabhängigen, mit der Tradition eng verbundenen, eigenen
Stil.
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