Die Sammlung - China |
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Weingefäß
vom Typ Jia; Shang-Dynastie, 13. Jh. v. Chr;
Stiftung Hans-Jürgen von Lochow |
Die chinesischen Sakralbronzen wurden für den
Ahnenkult hergestellt. Sie dienten dazu, den Ahnengeistern bei
den Ritualen im Ahnentempel oder bei Begräbniszeremonien
Speise- und Trankopfer darzubringen. Einerseits sollten sie eine
gute Aufnahme des Verstorbenen im Totenreich bewirken, andererseits
die Ahnengeister befrieden und ihren wohlwollenden Beistand für
die Belange der Lebenden sichern. Das monumentale Weingefäß
hat eine gleichmäßig grüne Patina und zeigt auf
seinen euterförmigen Beinen je eine Taotie-Maske vor einem
Hintergrund aus dichten Spiralmustern (Leiwen). Auch das schmale
Dekorband am Halsring wird von drei Monstermasken beherrscht.
Die Dekorfelder sind mit schwarzem Pigment ausgerieben, wodurch
das Relief besonders deutlich zur Geltung kommt. Die Gefäßform
geht auf Prototypen neolithischer Keramik zurück, insbesondere
die euterförmigen Beine, die charakteristisch für Gefäße
sind, die man zum Wärmen von Speisen oder Wein ins Feuer
stellte.
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Die Sammlung - China |
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Weingefäß
vom Typ Fangyi
Shang-Dynastie, 13.-12. Jh. v. Chr.; Sammlung Hans Wilhelm
Siegel |
Die Funktion der verzierten hutförmigen Aufsätze
ist nicht geklärt. Der Henkel besteht aus einer hohlen, rundplastisch
gearbeiteten Tiermaske. Er wurde zusammen mit dem Gefäßkörper
in einem aus sechs Teilen bestehenden Tonmodel gegossen. Dieses
Jia stellt ein gußtechnisches Meisterwerk von einzigartiger
Qualität dar.
Das Gefäß mit viereckigem Grundriß
diente zur Aufbewahrung von Wein. Korpus und Deckel zeigen plastisch
ausgeformte Eulen, deren kreisrunde Augen besonders auffallen.
Die beiderseits ausgebreiteten Flügel erwecken den Eindruck,
als befände sich die Eule im Anflug. In der Wiedergabe der
Eulen zeigt sich ein lebhaftes Interesse an der Darstellung real
existierender Tiere, die zwar stilisiert, aber keinesfalls schematisiert
erscheinen.
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