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Porträt
des Generals Mingliang
Verschiedene anonyme Hofmaler; Qing-Dynastie,
Aufschrift datiert 1776 |
Das Porträt zeigt den 41-jährigen General
Mingliang (1735-1822) aus dem angesehenen mandschurischen Fuca-Klan
in kompletter Reiterrüstung. Er war der Militärbefehlshaber
der Südroute gegen die Rebellen im Goldstromgebiet (Provinz
Sichuan) 1772-1776. Kaiser Qianlong (reg. 1736-1795) führte
zahlreiche Expansionskriege und ließ seine erfolgreichen
Militärführer porträtieren, wobei er z.T. eigenhändig
Lobgedichte hinzufügte. Insgesamt vier Serien mit mehreren
hundert Heldenporträts ließ er für die "Halle
des Purpurglanzes" in Peking herstellen. In der dramatischen
Heldenpose sowie in der realistischen Darstellung des Gesichts
äußert sich der Einfluß der als Hofmaler tätigen
Jesuitenmissionare, wie z.B. I. Sichelbart (1708-1780) oder G.
Panzi (tätig 1773-1811). Das Bild zeigt einen europäisch-chinesischen
Mischstil, der für die Hofmalerei des 18. Jahrhunderts typisch
ist. Ein auf gelbe Seide geschriebenes Lobgedicht, die sogenannte
"Gedichthalle", bildet den oberen Teil des Bildes.1776
von Kaiser Qianlong selbst verfaßt, wurde es von anonymen
Kalligraphen in mandschurischer und chinesischer Schrift auf die
Seide übertragen. Zwischen den beiden Inschriften befindet
sich ein ovales Inspiziensiegel mit der Inschrift: "In der
Ära Qianlong vom Kaiser persönlich begutachtete Kostbarkeit".
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