Die Sammlung - Japan

 

Weltenhüter; Späte Heian-Zeit, 12. Jh.  

Weltenhüter; Späte Heian-Zeit, 12. Jh.

Mit grimmigem Gesicht und gezücktem Schwert steht der Weltenhüter in Siegerpose auf einem Dämon. Er trägt eine an chinesischen Vorbildern der Tang-Dynastie (618-906) orientierte Rüstung. In der Linken hielt er wohl eine heute verlorene Lanze. Die Figur wurde aus vier Grundelementen zusammengesetzt und durch Anstückungen vervollständigt. Reste der Farbfassung und der Goldauflagen sind noch erhalten. Die vier Weltenhüter (sanskrit: Lokapala) oder Himmelskönige stehen für die vier Himmelsrichtungen und bewachen in großen Tempelhallen die Ecken eines Altars oder einer Figurenkonstellation. Aus dem Hinduismus übernommen, wurden sie im Buddhismus zu Beschützern der Lehre und stehen in der Hierarchie unterhalb der Buddhas und Bodhisattvas. Jedem der Weltenhüter ist eine spezifische Farbe eigen: dem König des Ostens Grün, dem des Nordens Blau, dem des Westens Weiß und jenem des Südens Rot. Das Stück des Kölner Museums zählt zu den wenigen erhaltenen Heian-zeitlichen Weltenwächter-Figuren von herausragender Qualität und stellt wahrscheinlich den König des Südens dar.

Anbieterkennzeichnung: Ralf Dank, Im Dau 3, 50678 Köln, Fax (0221) 9520463, e-mail: dank@artcontent.de. Realisation: Redaktionsbüro Dank
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln
Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn.

Sammlungsschwerpunkte

Porträtstatue des
Priesters Eizon

Weltenhüter

Sakyamuni, aus den
Bergen hervortretend

Landschaft

Wasserkanne vom Typ Shigi-gata suibyo

Die schöne Okita