Die Sammlung - Japan

 

Sakyamuni, aus den Bergen hervortretend;  

Sakyamuni, aus den Bergen hervortretend;
Chuan Shinko; Muromachi-Zeit, 15. Jh.

Sakyamuni (um 560 - 480 v.Chr.), der Gründer des Buddhismus, kehrt aus den Schneebergen zurück und wird ein Buddha, ein Erleuchteter. Er ist als isolierte Figur auf leerem Bildgrund im Profil dargestellt. Die im Gewand verborgenen, zur Brust gehobenen Hände symbolisieren den schweigenden Besitz der Wahrheit. Es wird zwar in den biographischen Quellen nicht von einer Rückkehr Sakyamunis aus den Bergen berichtet, jedoch ist das Thema aus chinesischen Bildaufschriften bekannt.
Ursprünglich war das Motiv in China als Landschaftsbild konzipiert, jedoch eliminierten die Zen-Maler der Muromachi-Zeit in der monochromen Tuschmalerei die Landschaftselemente, so daß die Person des Religionsstifters im Mittelpunkt steht. Die indische Physiognomie ist klar ausgebildet, die Gewandfigur aber auf die Umrißlinie reduziert. Das Bild diente als Erleuchtungsbild und wurde am achten Tag des zwölften Monats nach dem Mondkalender entrollt, nachdem die Mönche sieben Tage lang Zazen (Sitzen in Versenkung) praktizierten. Aufgrund der Siegel und der meisterhaften Pinselführung kann es dem im Kloster Kencho-ji in Kamakura wirkenden Mönchsmaler Chuan Shinko (15. Jh.) zugewiesen werden, dem Lehrer des Kenko Shokei (tätig um 1478 bis 1506/18).

Anbieterkennzeichnung: Ralf Dank, Im Dau 3, 50678 Köln, Fax (0221) 9520463, e-mail: dank@artcontent.de. Realisation: Redaktionsbüro Dank
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln
Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn.

Sammlungsschwerpunkte

Porträtstatue des
Priesters Eizon

Weltenhüter

Sakyamuni, aus den
Bergen hervortretend

Landschaft

Wasserkanne vom Typ Shigi-gata suibyo

Die schöne Okita