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Wasserkanne
vom Typ Shigi-gata suibyo;
Kamakura-Zeit (1185-1333); Geschenk der Orientstiftung |
Die Kanne mit geschwungenem Henkel und lang ausgezogener
Tülle hat einen konkav gewölbten Deckel. Als Knauf dient
ein rundplastisch gearbeiteter Löwe mit aufgerissenem Maul.
Der Hals wird durch ein horizontales Band gegliedert. Glatte,
stufenweise abgesetzte Bänder akzentuieren den markanten
Schulterumbruch und den Halsansatz, was der Gefäßform
innere Geschlossenheit verleiht. Den Tüllenansatz schmückt
eine in Aufsicht dargestellte Chrysanthemenblüte, und auch
das Scharnier an Deckel und Henkel zeigt eine von der Seite wiedergegebene
Chrysantheme. Dies ist ein Motiv, das auf Wasserkannen der Kamakura-Zeit
besonders häufig erscheint. Kannen dieser Art wurden mit
geweihtem Wasser gefüllt und spielten bei Fasten- und Reinigungszeremonien
im buddhistischen Ritual eine wichtige Rolle. Die strenge, klassische
Form des Shigi-Typs lehnt sich an chinesische Vorbilder aus Steinzeug
und Porzellan der Nördlichen Song-Dynastie (960-1126) an. |