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Die
schöne Okita; Kitagawa Utamaro (1750-1806);
Edo-Zeit, um 1793; Signiert: Utamaro fude;
Verlagsmarke: Tsutaya Juzaburo; Zensurstempel: Kiwame |
Die schöne Okita arbeitete als Bedienerin im
Teehaus Naniwaya und war mit ihrer Kollegin Ohisa die Attraktion
des Hauses. Die beiden zählten in den neunziger Jahren des
18. Jahrhunderts zu den berühmten Schönheiten von Edo.
Utamaro hat sie vielfach dargestellt. Im Gedicht links oben wird
auf die Schönheit Okitas angespielt: "Bei der Rast im
Teehause Naniwaya sieht man, wie im Hafen von Naniwa (heute Osaka),
zahllose Wanderer wie einlaufende Schiffe hierher kommen (um Okita
zu bewundern)". Okitas zurückhaltende Haltung und ihr
träumerischer Gesichtsausdruck verleihen ihr eine zart erotische
Ausstrahlung. Kitagawa Utamaro, Maler und Holzschnittzeichner,
zeichnete zunächst Buchillustrationen und Schauspielerporträts.
Im Verlagshaus Tsutaya nahm er 1780 den Künstlernamen an,
unter dem er als Meister der Darstellung weiblicher Schönheit
bekannt ist. Durch große Einfühlsamkeit verlieh er
seinen Frauengestalten Individualität, Sinnlichkeit und Erotik.
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