Aufgrund seiner Teilnahme an der Konferenz internationaler Kunstarchive State of the Art Archives bleibt das ZADIK in der Woche vom 18. - 23.9. geschlossen.

Das ZADIK - Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung e. V. ist das weltweit einzige Spezialarchiv zur Geschichte des Kunstmarkts. 1992 wurde es als Zentralarchiv des deutschen und internationalen Kunsthandels vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler BVDG gegründet. Seit 2001 arbeitet es in Kooperation mit der SK Stiftung Kultur der Sparkasse Köln Bonn, seit Ende 2014 ist es Forschungsarchiv an der Universität zu Köln.

Das ZADIK sammelt und bewahrt die Archive bedeutender Galerien, Kunsthandlungen und Auktionshäuser, Kuratorinnen und Kuratoren, Kunstkritikerinnen und Kunstkritiker, Sammlerinnen und Sammler, Fachfotografinnen und -fotografen und bietet damit ein Sammlungsrepertoire, das von traditionellen kunsthistorischen Archiven und Bibliotheken nicht gepflegt wird.

Das ZADIK steht sowohl Fachleuten als auch der interessierten Öffentlichkeit für Fragen und Recherchen offen und freut sich auf Ihren Besuch. Halten Sie sich auch auf unserer Facebook-Seiteüber aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Aktuelle Hinweise

Das ZADIK hat einen neuen Namen

Mit Eintrag ins Vereinsregister am 29.6.2017 wurde die von den Mitgliedern des Zentralarchivs des internationalen Kunsthandels e. V. am 23.2.2017 beschlossene Namensänderung in 'Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung' wirksam.

Einladung zur internationalen Konferenz 'State of the Art Archives'

Anlässlich ihrer Gründungsjubiläen laden das ZADIK (gegr. 1992) in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln, die basis wien - Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst (gegr. 1997) und das Institut für moderne Kunst Nürnberg (gegr. 1967) - alle Partner im european-art.net - zu einer Konferenz internationaler Kunstarchive ein.

In kurzen Präsentationen stellen die gastgebenden und eingeladenen Archive ihre Institutionen, die jeweiligen Sammlungsschwerpunkte, die eigene Arbeit wie auch ihre Arbeitsmöglichkeiten vor, die sie Forschenden bieten. Sie reflektieren dabei die Entwicklung und Bedeutung der Kunstarchive, die im Zuge der Cultural Turns für die Kunstgeschichte jene neuen Sammlungs- und Forschungsgebiete erschließen, die beginnend mit den Paradigmenwechseln der Moderne erwachsen sind. Mit digitaler Erschließung und Publikation gewinnt die Arbeit der Kunstarchive zunehmend an internationaler Wahrnehmung und Wirksamkeit und setzt neue Impulse für die Kunstwissenschaft, wie unter anderen für das dynamisch wachsende Gebiet der Kunstmarktforschung als auch zunehmend der Ausstellungspraxis selbst. Seit der Jahrtausendwende und vor allem im letzten Jahrzehnt mehren sich die Kunstausstellungen, die mit kulturhistorisch dokumentarischen Teilen auf die Quellendokumente der Kunstarchive zurückgreifen und damit eine Rekontextualisierung der Kunstwerke sichtbar machen.

Die Konferenz bietet Archivar_innen, Kunstwissenschaftler_innen (auch Studierenden), Journalist_innen und der interessierten (Fach-) Öffentlichkeit die Möglichkeit, durch Kurzvorträge die verschiedenen Archive mit ihren jeweiligen Besonderheiten und die von ihnen gebotenen Forschungsmöglichkeiten kennenzulernen. Die Referate und anschließenden Diskussionen in deutscher und englischer Sprache werden simultan übersetzt. Ebenso übersetzt werden zwei moderierte Diskussionen / Workshops zur (1.) qualitativen und (2.) quantitativen Kunstmarktforschung auf der Basis von Archivbeständen, zu denen sich jeweils zwanzig Interessierte bei der Registrierung anmelden können, um ihre spezifischen Wissensbedürfnisse zu formulieren.

www.stateoftheartarchives.com

Aktuelle Ausstellung

Galerie Springer, Berlin, 1948-1998

 

Rudolf Springer, um 1951
Foto: Usa Borchert

Rudolf Springer gehörte zu den ersten und wenigen Galeristen, die bereits in den frühen Nachkriegsjahren in Berlin aktiv waren. Als Urenkel des Wissenschaftsverlegers Julius Springer, geb. am 9.4.1909 in Berlin, war er ab 1947 zunächst als Ausstellungsleiter der Berliner Galerie Gerd Rosen tätig und stand bereits vor dieser Zeit in freundschaftlicher Verbindung zu Theodor Werner und Will Grohmann. Seine ersten eigenen Galerieräume eröffnete Springer am 8.12.1948 im elterlichen Haus in Berlin-Zehlendorf. Springer verfolgte ein breites Galerieprogramm und war offen gegenüber Kunstgattungen und -richtungen. 1998 zog sich Rudolf Springer aus dem Geschäft zurück. Sein Sohn Robert, der seit 1991 gemeinsam mit Gerald Winckler eine Galerie in Frankfurt a. M. betrieb, übernahm die Weiterführung der Berliner Galerie, die am 26.9.1998 mit einer Ausstellung Andy Goldsworthys wiedereröffnet wurde.

Der Bestand der Galerie Rudolf Springer (A 22) zählt zu den ältesten und wertvollsten im ZADIK. Er dokumentiert vorzüglich die Lebensleistung eines der bedeutendsten Berliner Galeristen des 20. Jahrhunderts, dessen eigenwilliges Galerieprogramm er wie folgt beschrieb: "Ich habe ja nie etwas gemacht, was ich nicht wollte. Ganz gleich wie schlecht es war, ich habe nur Kunst gezeigt, an der ich irgendwie beteiligt war. Ich wollte eben keine Sortengalerie, ich wollte auch meinen Charakter vermitteln." Zur Ausstellung erscheint unter dem gleichen Titel im Verlag für moderne Kunst Wien sediment 27, gefördert von der Rudolf Augstein Stiftung, mit 96 Seiten und zahlreichen SW-Abbildungen. Auf der Messe finden Sie uns – wie letztes Jahr - in der Passage 11, 3, schräg gegenüber der Buchhandlung Walther König.

25. - 29.4. auf der ART COLOGNE 2017, Passage 11/3; 8.5. - 1.9. im ZADIK

Kooperation mit der Universität zu Köln

Am 17.12.2014 unterschrieben das ZADIK und die Universität zu Köln einen Kooperationsvertrag, mit dem das ZADIK zum An-Institut der Universität, genauer gesagt, zum 'Forschungsarchiv an der Universität zu Köln' wurde. Mit diesem Vertrag wurde eine Zusammenarbeit institutionalisiert, die de facto schon seit über zehn Jahren bestanden hat. Zu den Ergebnissen dieser Zusammenarbeit gehört unter anderem der Masterstudienschwerpunkt 'Kunstgeschichte und Kunstmarkt', der von der Juniorprofessorin Dr. Nadine Oberste-Hetbleck geleitet wird.